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Pressestimmen
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“Mozart mit sehr viel Feingefühl” Jürgen Plich holt die großen Komponisten nach Mettmann. Nachdem er im letzten Herbst Beethoven im Konzert die Ehre erwies, fand nun die Fortsetzung des Konzepts mit “Mozart in Mettmann” statt. Auch das zweite Konzert unter dem klangvollen Titel entpuppte sich als ausgesprochen erfüllender musikalischer Abend, den der Pianist in Kooperation mit dem Artwerk auf die Beine gestellt hatte. Plich begrüßte die Zuhörer in der Gesellschaft Verein und stellte den Flügel vor, der als Leihgabe des Klavierhauses Kürten in Hilden ausgesprochen zierend die Bühne schmückte. Das Instrument aus der Mitte des 19. Jahrhunderts gehe klanglich nur in die Richtung eines Mozartflügels. “Er hat aber einen besonderen Charme”. Anschließend gab er eine informative Abhandlung zu den Werken des ersten Teils: Fantasie und Sonate in c-moll, als zwei Programmpunkte aufgeführt, seien eigentlich ein Stück, denn es gebe Parallelen zwischen den zentralen Motiven der Kompositionen. Die Begeisterung fürs Metier war sowohl beim Dozieren als auch im Spiel offenbar und ansteckend. Spannend war die Entdeckung, wie aus simplen, nur aus einem Intervall bestehenden Motiven sich das komplexe Werk der Komposition entwickelte. Die beethovensche Stimmung, die Plich zuvor beiden c-moll-Kompositionen nachgesagt hatte, war deutlich hörbar. Er spielte sehr ausgestaltet und unter Berücksichtigung der ernsten Stimmung der Musik, ließ aber die mozartsche Leichtigkeit nie völlig ins Hintertreffen geraten. Figuren und Läufe spielte er weich und dennoch präzise, Pausen wurden souverän als Spannungsmittel eingesetzt. Bei der Sonate gelang dem Pianisten mit viel Dynamit (sic!, gemeint ist sicherlich: “Dynamik”) und unter Hervorhebung der Charaktere von tosend bis friedvoll, ein ausgesprochen kurzweiliges Hörerlebnis. Den zweiten Teil bestritt er gemeinsam mit Geiger Andreas Berge und Mozarts B-dur-Sonate und Variationen in C. Besonders erfreulich fand Plich die stetig steigende Besucherzahl seit Beethoven in Mettmann. Wenn, wie geplant, bald Schubert und Brahms erklingen, könnte der Saal der Gersellschaft Verein fast zu klein sein.
Rheinische Post, 8. März 2010
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“Den Geist Mozarts lebendig gemacht Mozart in Prag, Mozart in London und Paris, na klar. Aber Mozart in Mettmann? ‘Der kommt dann wohl persönlich’, soll ein Kreisstädter gemutmaßt haben, als der Pianist kürzlich mit Faltblättern für sein gleichlautendes Konzert am Samstag Abend in der Gesellschaft Verein geworben hatte. ‘Damit kann ich natürlich nicht dienen’, meinte Plich nun bei der Begrüßung seines Publikums in der Beckershoffstraße schmunzelnd. Aber den ‘Geist Mozarts’ wolle er versuchen, zu vergegenwärtigen. Und zwar mit zwei aufeinanderfolgenden, ausschließlich den Werken des Komponisten gewidmeten Konzerten. Konzert Nummer zwei folgt am Samstag, 6. März. Wer nun meinte, dass das wohl eine ziemlich puritanische Angelegenheit sein würde, sah sich getäuscht - und positiv überrascht. Plich versteht sich als Mittler nicht nur der Musik, sondern auch ihres kunsthistorischen Kontextes. Und das verpackt der redegewandte Pianist in kurzweilige Wortbeiträge. Die musikhistorische Lehrstunde begann schon beim Instrument, einem Konzertflügel aus dem Jahr 1860, Leihgabe des Klavierhauses Kürten in Hilden. Der Flügel fügte sich sinnfällig in den Konzertort ein: Das Gebäude in der Beckershoffstraße dürfte nur wenig jünger sein. Der Klang mag jedoch manchem zunächst zumindest ungewohnt erschienen sein. Recht metallisch wirkte da Mozart zu Beginn beim Adagio h-moll KV 540. Zumal Plich das aus der späten Schaffenszeit datierende Werk in seiner ausdrucksstarken Interpretation in die Nähe der Romantiker rückte. Wie der Flötist Valentin Weichert zu seinem Solo-Part im nächsten Stück, der Sonate A-dur KV 12 kam, erläuterten beide Musiker auf plastische Weise. Zunächst spielte Weichert seinen originalen Part, der das Klavier quasi ‘umtänzelt’, kurz an. Plich: ‘Bei diesem Didudeldidum wollten wir es nicht belassen’. So tauschten sie Klavier- und Flötenmelodie, der Solist konnte glänzen - ‘und wir haben keine Note verändert’, so Plich. Weichert führte seine Fähigkeiten später noch in der Sonate F-dur KV 13 vor. Der bewegendste Moment war Plichs Interpretation der Klaviersonate KV 310, entstanden kurz nach dem Tod von Mozarts Mutter in Paris. Das Werk sei zwar kein reines ‘Trauerstück’, aber der Schluss-Satz fast ein Totentanz à la Liszt, so Plich. Verblüffende Erkenntnisse eines außergewöhnlichen Konzertabends.”
Rheinische Post, 1. März 2010
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“Mit ebenso viel pianistischem Können wie vollblütiger Musikalität und knappen fachkundigen Erläuterungen gestaltete Jürgen Plich einen Klavierabend im Konzertsaal des Ernst-von-Hülsen-Hauses. Das Konzert zeichnete sich durch die Selbstverständlichkeit hohen Niveaus, selten zu hörenden Werke und eine quasi private Atmosphäre vor aufgeschlossen reagierendem Publikum aus. Der Pianist hatte für sein erstes Konzert vor Marburger Publikum ein Werk des bedeutendsten Marburger Komponisten und einzigen Brahms-Schülers - Gustav Jenner - in den Mittelpunkt seines Programms gestellt. (...) Dem Werk liegt ein Gedicht zugrunde, die Melodie ist sangbar und eingängig. Plich spielte die zuletzt in den 20er Jahren in Marburg erklungene Musik hinreißend zwingend. Der 1960 geborene Künstler mühte sich hier nicht ums Sensationelle, um keinen Rekord, dem junge Pianisten so häufig nachjagen. Am Ende lag über der Musik herrliche Ruhe.”
Oberhessische Presse Marburg, 14. Juni 2007
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“Die Schönheit deutscher Liebeslyrik und Idyllendichtung hat ein viel beachteter Liederabend der Altistin Susanne Schlegel im Aschaffenburger Bachsaal deutlich gemacht. Die Dortmunder Künstlerin hatte alle sechs Heine-Vertonungen von Johannes Brahms und zehn Gesänge von Hugo Wolf nach Texten von Eduard Mörike auf dem Programm. Stimmlich lässt die wunderbare Sängerin keine Wünsche offen. Sie verfügt über ein großes Volumen, eine beneidenswerte Stimmkultur, Modulationsfähigkeit und Artikulation. Mit dem vielseitigen Pianisten Jürgen Plich hat sie einen erfahrenen und kreativen Begleiter, mit dem sie jedes Lied zu einem kleinen Kunstwerk macht. Plich ging in seiner geistreichen Moderation auf die beiden Komponisten und deren starke gegenseitige Abneigung ein, obwohl ihr künstlerisches Erbe über allen Zweifel erhaben ist. Wer weiß schon, dass Heinrich Heine der Schöpfer solch zarter Liebespoesie ist, die der hanseatische Hagestolz Brahms in Töne von unbeschreiblicher Süße und Schönheit gefasst hat? (...) Der evangelische Theologe Mörike ist in seinen Texten vielleicht noch konkreter geworden, wenn wir seinen »Feuerreiter«, »Bei einer Trauung« oder gar die witzige »Storchenbotschaft« betrachten. (...) Genüsslich, mit viel Charme, aber auch mit der nötigen Vitalität hat Susanne Schlegel diese Verse makellos interpretiert. Jürgen Plich war bei Brahms ein kongenialer Begleiter. Bei Hugo Wolfs Kompositionen durfte er sich auch am Klavier frei entfalten und so sein eigentliches Können unter Beweis stellen.”
Main-Echo Aschaffenburg , 31. Januar 2007
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“Jürgen Plich hatte zu einem Konzert unter der Überschrift: „Begegnung mit Ludwig van Beethoven“ geladen. Bereits einige Tage vorher hatte er eine sehr lebhafte und lebendige Einführungsveranstaltung gehalten, in der er das Werk und den Menschen Ludwig van Beethoven gut 20 Gästen durch Wort und Musik näher gebracht hatte. Gut 80 Zuhörer folgten anschließend der Einladung zum Klavierabend, mit dem Fazit: „Der saß.“ Plich präsentierte mit feinstem Gespür für Nuancen die „Sieben Bagatellen“, eine Aneinanderreihung von musikalischen Häppchen unterschiedlichster Charaktere. Mal feste zupackend bis zum machbaren Fortissimo, mal kraftlos weichend bis zum fast unhörbaren Pianissimo reizte er die Klangpalette aus. Einen einzelnen Ton warf er ganz gezielt in die Höhe des Raumes, um ihn mit einer hübschen Melodie wieder aufzufangen und weiterzutragen. Permanent hatte der Zuhörer den Eindruck, dass der Künstler die Lage im Griff hatte. Konstant emotional reich, aber nie ausufernd oder gar entgleisend begeisterte und fesselte sein Spiel. Sparsam sein Umgang mit dem Pedal. Und wenn er es denn einsetzte, dann konnte dieses weichzeichnende Hilfsmittel durch die korrekte Positionierung auch seine volle Wirkung entfalten.”
Kölnische Rundschau, 25. Oktober 2005
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"Die 'Vier ernsten Gesänge' op.121, die sich Johannes Brahms nach eigener Aussage 'selbst zum Geschenk' gemacht hat, sind von ergreifender Gefühlstiefe. Petra Salzburger sang die Lieder mit großer Intensität, textorientiert, ohne die musikalischen Linien dabei zu durchbrechen. Großartig, technisch wie musikantisch, von höchster Einfühlsamkeit und Auslotung des Klavierparts war Jürgen Plich."
Der Patriot, Lippstadt, 8. März 2004
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"Die Iren sind eng mit der kontinentalen europäischen Kultur verwoben. Das zu zeigen ist das Anliegen der Konzertreihe 'Keltisch Klassisch', deren erstes Konzert der Pianist Jürgen Plich im Festsaal der Universität mit der zweisätzigen C-dur-Sonate des Dubliners Philip Cogan aus dem Jahr 1780 begann: eingängig, klassisch, haydnsch, im Refrain des Finalrondos mit dem Lied 'Favourite Air of the Dargle'. Von John Field gab Plich fünf der Nocturnes, mit denen Field in ganz Europa berühmt wurde. Hatte Plich zuerst noch einen cembaloartigen Anschlag und gradlinige Phrasierung gepflegt, so gab er die Nocturnes als originelle, romantische Kompositionen in weichem, singenden Ton, mit freiem Rubato und kontrastreichen Stimmungswechseln. Dieser unterschiedliche Zugriff auf die verschiedenen Epochen bewährte sich auch im zweiten Teil des Programms vorzüglich. William Byrds Volksliedbearbeitung 'Callino casturame' ertönte in trillerreichem Renaissance-Kolorit, Mendelssohns 'Fantaisie sur une chanson irlandaise' op.15 hochromantisch-virtuos, Michele Espositos 'Coulin' konzertant und großräumig disponiert. Mit metallischem Anschlag ging Plich die knapp-pointierten 'Three Fancies' von Ernest John Moeran an. Zum Abschluß gab's dann eine eigene Orchesterbearbeitung: die Ouvertüre zur Oper 'Maritana' von William Vincent Wallace, die zum guten Ende mit wuchtigen Tutti-Akkordschlägen die Bravo-Rufe vorprogrammierte. Begeisterter Beifall belohnte Plich für die ungewöhnlich facettenreiche Darbietung."
Bonner Rundschau, 16. November 2002
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"Die vielleicht anspruchsvollste Klaviersonate der Musikgeschichte stand beim vorletzten Konzert des Beethoven-Sonaten-Zyklus in Münsters Bennohaus auf dem Programm. Die 'Große Sonate für das Hammerklavier' op.106. Jürgen Plich stellte sich dieser Herausforderung auf beeindruckende Weise, ließ sich auch nicht durch die umstrittenen, weil nahezu unausführbaren Metronomforderungen Bethovens zu allzu raschen Tempi verleiten. Er 'baute' einen wuchtigen, energiegeladenen Kopfsatz mit spannenden Generalpausen. Mit großem Ernst vertiefte sich Plich in die Abgründe des Adagios, behielt den großen Atem für dessen himmlische Länge. Wie ihm aus dem verklärenden Fis-dur-Schluss heraus die rätselhafte Überleitung zur Final-Fuge gelang, muss man gehört haben. Hier werden Beethovens Freiheiten zum mentalen Marathon für den Spieler. Keine Variante des Fugenthemas, die Beethoven nicht eingebracht hätte, keine mögliche Verwicklung des Materials, die er ausgelassen hätte. So steht der Interpret vor einem vertrackten, fast modern klingenden Klaviersatz. Jürgen Plich war dem gewachsen und bewies zu jedem Zeitpunkt Souveränität, dieses schwerste aller Beethoven-Finali über die rein manuelle Bewältigung hinaus klanglich zu differenzieren, Charaktere herauszuarbeiten. Und das gehört wohl zu den höchsten Zielen, die ein Pianist in seiner Auseinandersetzung mit Beethoven erreichen kann."
Münstersche Zeitung, 11. Dezember 1996
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"Die pianistisch einfühlsame Transkription von Schuberts Lied 'Der Wanderer', dem nicht zuletzt Liszts Klaviersatz einen Platz im Repertoire gesichert hat, stand in der ideellen Nähe der als Hauptwerk msizierten 'Wanderer-Fantasie'. Das Liedzitat mit seiner geduldigen Resignation wurde in Jürgen Plichs Interpretation deutlicher in den Vordergrund gerückt als in den üblichen Klangexzessen jener Virtuosen, die diese Fantasie als Schuberts verkapptes Klavierkonzert verkaufen möchten. Ein sehr gemächliches Tempo und die plastische Darstellung der tragenden Melodien bewiesen ein streng durchdachtes Konzept. Jürgen Plichs Stärke lag in den vollgriffigen, virtuosen Partien schwerer Brocken wie der F-dur-Ballade von Chopin, deren differenzierte Harmonik selbst im brachialen Fortissimo deutlich erkennbar blieb. Die Kenner und Liebhaber im Publikum nickten zustimmend mit den Köpfen und erklatschten sich zwei Zugaben."
Westfälische Nachrichten, 23. Januar 1996
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"Wer den Klavierabend der Musikschule miterleben durfte, wird das künstlerische Erlebnis so schnell nicht vergessen. Es dürfte lange her sein, dass in Steinfurt eine derart überzeugende Darstellung pianistischer Hochkultur zu hören war. Plich verstand es, das Publikum in die Welt dreier verschiedenster Musikstile zu entführen. Mit ausgesprochen sensibler Tonkultur gelang die a-moll-Partita von Johann Sebastian Bach. Die verschiedenen Tänze der Suite wurden unter den Händen Plichs zu einem Erlebnis. Krass in den Gegensätzen, deutlich die ausgefeilte Artikulation, virtuos die schnellen Sätze - eine Meisterinterpretation."
Steinfurter Zeitung, 29. Mai 1994
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"Schon in der Adagio-Einleitung der Sonate op.81a, deren ersten drei Tönen Beethoven die Worte 'Lebe wohl' unterlegt hat, führte Plich den Trugschluss nach Ces-dur in zarter, tief durchfühlter Weise ein. Im Allegro modellierte er das Hauptthema ungeheuer plastisch und ließ die Begleitstimmen entsprechend zurücktreten. In der Coda gelang es ihm, die Einzeltöne des Abschiedsschmerzes ganz dicht und spannungsvoll zu bringen. Auch im zweiten Satz, der 'Abwesenheit', meißelte er die Melodie mit großem Ton heraus und spielte sie 'mit viel Ausdruck', bei den Unterstimmen seinen Anschlag stark ins Piano zurücknehmend. Im dritten Satz ('Das Wiedersehen') führte der Pianist sowohl die Läufe der Einleitung als auch die Verzierungen in der Überleitung mit großer Brillanz aus. Im Seitenthema konnte man seine Kunst des mehrschichtigen Spiels bewundern: ein leuchtender Sopran, dem ein wiegender Tenor kontrapunktiert, von ruhigen Baßtönen getragen, und ein flimmernder Alt-Triller in der Mitte. Alles in verschiedener Dynamik!"
Gaildorfer Rundschau, 27. Januar 1992
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